Markus Husy


Wieso diese Website?

mph2Alle Husy oder Husi sind Nachkommen von Wangner Husi. Es ist zwar anzunehmen, dass Husi im 14. Jahrhundert und früher auch in Zofingen ansässig waren, wo der Name 1375 erstmals im Bürgerbuch erwähnt ist. Dieser Zofinger Stamm muss aber später ausgestorben sein. In Wangen ist ein Husi erstmals fast gleichzeitig urkundlich belegt, Ruedi Husi, geb. 1390 (Quelle: Wangen im Buchsgau. August Pfefferli 1975). Der Stammbaum meiner Familie lässt sich bis auf ihn lückenlos zurück verfolgen.

So wie meine Vorfahren habe auch ich meine Jugendzeit in Wangen verbracht. Bald nach Lehrabschluss, RS und UO hat mich aber meine berufliche Karriere in die Welt und schliesslich in den Kanton Zürich verschlagen. Dort bin ich mit meiner Familie bis heute wohnhaft geblieben. Während ich mich mit dem Dorf Wangen und dem Gäu – meine Mutter war Gunzgerin – immer verbunden fühlte, gaben jedoch erst nach meiner Pensionierung eine Kette zufälliger Geschehnisse und Bekanntschaften  den Anlass zu einer vertieften Beschäftigung mit Gäuer Themen, dem Maler Bernhard Studer aus Gunzgen und der Gäuer Mundart.

Als kunstinteressierter Rentner entdeckte ich in einer alten Zeitschrit zufällig einen Artikel über Bernhard Studer mit Abbildung zwei seiner Gemälde. So ein Bild vom Gäu wollte ich als alter Wangner auch haben. Meine Suche war bald erfolgreich. An einer Auktion in Bern kam ein Bild von Studer zur Versteigerung und ich war der glückliche Höchstbietende.

Bei meinen weiteren Nachforschungen begegnete ich im Internet Dieter Albert, einem Mittelschullehrer in Deutschland, auch Besitzer eines seiner Werke. Gemeinsam unternahmen wir weitere Recherchen, wobei wir vor allem in den Archiven der von Studer besuchten deutschen Kunstakademien fündig wurden. Unsere darauf verfasste Biographie wurde 2007 im Jahrbuch der Solothurner Geschichte veröffentlicht. Noch im selben Jahr organisierte ich eine Ausstellung mit 14 verfügbaren Werken des Künstles auf der Neu-Bechburg in Oensingen.

Dort traf ich erstmals Elisabeth Pfluger, die bekannte Solothurner Volkskundlerin und Verfasserin zahlreicher Mundartbücher. Nach weiteren Begegnungen mit ihr und meiner Faszination für ihr unverfälschtes Gäuerdialekt, entschloss ich mich, den in Mundartbüchern fünf bekannter Gäuerautoren verfügbaren Wörterschatz zu sammeln, zu ordnen und zu übersetzen. Mit der unverzichtbaren Unterstützung und Beratung von Elisabeth Pfluger und von Heinz Studer, damals Schlosswart auf Neu-Bechburg und ehemals Mittelschullehrer in Oensingen, erschien darauf 2009 das erste Wörterbuch einer solothurnischen Mundart, das Gäuer Wörterbuch „as nüüt eso“  im Knapp Verlag, Olten.

Seit der Herausgabe dieses Buches habe ich weiter nach Wörtern und Wendungen geforscht, die nur oder vor allem auch im Gäu gebräuchlich sind und waren. Diese Arbeit möchte ich hiermit einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen (unter Gäuer Wörterbuch). Ebenso eine vorwiegend aus Notizen von Elisabeth Pfluger zusammengestellte Auflistung der Eigenheiten der Gäuer Sprache (unter Gäuer Mundart).

Auch die im Jahrbuch der Geschichte veröffentliche Biografie von Bernard Studer wurde inzwischen von Dieter Albert erweitert. Aufgrund Schilderungen damaliger Kommilitonen, hat er versucht, den Charakter und die Lebensumstände Studers näher zu beleuchten. Anfangs war die Veröffentlichung dieser Neuversion mittels einer kleinen Buchauflage geplant. Jetzt ist diese hier eingestellt und einem interessierten Publikum und kulturellen Institutionen dauerhaft zugänglich (unter Bernhard Studer).

Seit 2007 ist die Liste der an Auktionen aufgetauchten Werke Studers auf mittlerweile über 30 gewachsen. Auch dieses Werkverzeichnis wird weitergeführt und ist hier abrufbar (unter Bernhard Studer).

Unter Themen beabsichtige ich folgende Beiträge zu veröffentlichen:
Wangen bei Olten auf alten Fotos: alte Fotos und Ansichtskarten von Wangen aus meiner Sammlung
Wangner Jugendgeschichten: Mundartgeschichten aus meiner Jugendzeit
seltene alte Kinderbücher: die rarsten und schönsten Kinderbilderbücher aus meiner Sammlung

Ich hoffe, dass diese wertvollen Informationen somit auch in Zukunft erhalten bleiben. Für ihr Interesse danke ich Ihnen herzlich

Markus Husy