der Samichlaus jaage

S hed scho am Föifi afo feischtere, am sächste Dezämber zoobe – em Samichlaustag. Im Soussol vom Wangner Chindergarte hei sich öppen es Dotze jungi Manne nach em Füroobe zu Chläus und Schmutzli gwandled. D Chläus hei längi, rooti Gwänder mit goudige Säum agleit und e wyssi Perügge ufgesetzt. Ihri Gsichter hei si vorhär gschminkt und zlescht no Schnöuz und längi, wyssi Bärt akläbt.  I einere Hand hei si e länge Staab mittreit, i der andere es dicks auts Buech. D Schmutzli dergäge wonig ou eine dervo gsi bi, hei e dunkubruune Burnuss midere Kapuze über d Chittu zoge. S Gsicht hei si mid abrönnte Fläschezapfe dunku agmooled. Keis Chind hed derno no chöne dra zwyfle, dass die zwo Gschtaute nid öppen ächt wääre und us em töife Wald chiemte. Ufeme grosse Tisch si hüüffe bruuni Papyrseck parat glääge, gföut mit luuter guete Sache: eme Grittibänz, Schoggistängeli und zwöi Mandarinli. Es paar Schpanisch Nüssli und e döörti Fyge hed i däm Sack ou nid gefäut. Die hei d Schmutzli i grosse Jutesäck verstoued und zletscht no nes paar hasligi Ruete drygsteckt.  Derno hei si das vougstopfte Bagaschi über d Schoutere gschwunge und si looszoge.

Vorem Chindergarte hei derwile e Tschuppele Föift- und Sächsklässlerbuebe uf die Chläus und Schmutzli gwarted. Si si choo um lärmitierend der Samichlaus z jaage, so hed me däm schöne Bruuch gseit. Die meischte hei e Chueglogge mitbroocht. Die wo säuber kei Chüe gha hei deheime, si bimene Buur eini go vertlehne. D Glogge heisi midem Rieme ume Buuch bunde. Die einte Buebe hei sech mideme Chuehorn bewaffned. Das si si bi eim vo de Dorfmetzger durs Johr go heusche. Derno heisis uskoched und der Spitz ewägg gsaaged. De hed me dermit chöne horne wie ne alte Vierwaldstätterseedampfer, wenn mes chöne hed. Settigi Ruefhörner vo Rinder oder Ochse hei scho Kelte gha und i ha no hüt eis im Chäuer, wo mer mi Grossvater mou stouz übergäh hed. Är hebis säuber vo sim Grossvater überchoo und dää au. Wider anderi hei zum lärme nes Fadespüeli mitgnoh. Das hed me mideme Gummeli vomene aute Veloschluuch umlyred. Hedme durs Loch vom Fadespüeli bloosed, hed das e schröue, hööche Lärm gmacht.

Wo d Chläus und d Schmutzli je z zwöit loszoge si, jedi Eggippe ines anders Dorfquartier – uf d Aumänd, id Neuhüüsli ine oder zänerisch is Chlywange übere – si bi jedem Samichlauspäärli nes paar Buebe hinddrii zottled mit ihrne Glogge, Hörner und Fadespüeli und hei dermit e Heidelärm veraschtauted. So si die Trüppli vo Huus zu Huus zoge und a jedere Huustüre wo chlyni Chind deheime gsi si, go chlingele. Dört isch z meischt der Vater usechoo und hed im Chlaus no gschwind e Zettel id Hand drückt, woner is sis Buech gleit hed. Druuf isch gschribe gsi, was die Buebe und Meitschi aues so bosged hei durs Johr us. Aber au es paar gueti Pünkt, öppe das es Chind der Mueter freiwöullig bim Abwäsche ghoufe hed. Derwile Tryber dusse hei müese warte a der Chöuti,  hei d Chind dinne vor Angst schier id Hose gmacht. Vor allem der Schmutzli hei si gförchted. „Was meinsch Schmutzli“ hed der Samichlaus mit töifer Stimm gseit, „müese mer dä Bueb ächt mitnäh i Wald use“. Und spöteschstens de, hed so mänge Chnirps z luuter Wasser afo brüele. Und die vergöuschterede Chind hei die uswändig glehrte Värsli chum me chöne fürebrösmele. „Guet, das Mou wei mer no nes Oug zuedrücke, wöu es Värsli gwüsst hesch, aber e Ruete müesemer doloo“ heds denn aube gheisse. Und zu den Öutere: „und wenn die Chind wyter nid wei fouge, de gäit er eifach Bscheid, demit mir nomou chöne verbychoo“. Mou bigoscht, wie si de die Buebe und Meitschi druuf verängstigd und duuch uf der Chouscht ghocked und hei em Samichlaus versproche s nöscht Johr ganz liebi z sy. Zletscht hei de aber aui Chind vom Chlaus der gföut Papiersack mit de feine Sachen überchoo und drufabe der Chlaus und der Schmutzli no nes Baggeli Brönz ygschänkt, im Gang usse. Im Dorf hed me de Lärm vom Chlausetrybe vo wytems köört bis s letschte Chind im hinderste Huus bsuecht gsi isch. Und aus Lohn hei de zlescht am Änd au d Chlausejäger no ne vöörig blibne Chlaussack dörfe mit hei näh.

 

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